Vertragsrecht

Gastspielverträge, Verträge mit Künstlern

Anti-Rassismus-Klausel für die Vertragsgestaltung

 

Folgender Formulierungsvorschlag ist in Zusammenarbeit mit Julia Wissert (Regisseurin, Kuratorin und Superkünstlerin) entstanden und kann genutzt werden, um im Rahmen eines Vertragsverhältnisses Beteiligte vor rassistischen Äußerungen und Übergriffe durch Angestellte der/des Auftraggebers zu schützen.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die beschuldigte Partei, etwa ein Theater, im Falle eines Verstoßes auf eigene Kosten eine Schulung oder vergleichbare Maßnahme mit ihren Mitarbeiter*innen durchführen lassen muss, die zur Aufklärung über rassistische Strukturen und rassistische Wortwahl beiträgt. Eine Besonderheit ist, dass die Deutungshoheit darüber, welche Beleidigungen als rassistisch diskriminierend eingestuft werden, bei den Betroffenen selbst liegt.

Formulierungsvorschlag: Anti-Rassismus-Klausel

Informationsschrift für Expert*innen Nr. 2

 

Worauf es bei der Vertragsgestaltung ankommt:
Ausfall der vereinbarten Aufführung; Kündigungsmöglichkeiten und Vertragsstrafen!

Die Informationsschrift für Expert*innen Nr. 2 in Zusammenarbeit mit dem Performing Arts Programm des LAFT Berlin enthält nützliche Informationen für die Vertragsgestaltung zwischen Spielstätten und Künstler*innen, die am Haus eine Produktion entwickeln. Gegenstand der Ausführungen sind die Rechtsfolgen des Ausfalls einer vereinbarten Aufführung. Was passiert, wenn die Spielstätte eine Vorstellung absagt? Darf die/der Künstler*in ein Ausfallhonorar verlangen? Was passiert, wenn die/der Künstler*in die Aufführung absagt oder krank wird? Welche Kündigungsmöglichkeiten bestehen für die Vertragsparteien?

Informationsschrift für Expert*innen Nr. 1

 

Worauf es bei der Vertragsgestaltung ankommt:
Kriterien für die Abgrenzung von selbständiger und unselbständiger Tätigkeit.

Die Informationsschrift für Expert*innen Nr. 1 in Zusammenarbeit mit dem Performing Arts Programm des LAFT Berlin enthält nützliche Informationen für die Vertragsgestaltung zwischen Spielstätten und Künstler*innen, die am Haus eine Produktion entwickeln. Gegenstand der Ausführungen ist die Abgrenzung zwischen einer selbständigen Tätigkeit (Honorarvertrag) und einer unselbständigen Tätigkeit (Beschäftigungsverhältnis / Anstellungsvertrag).

Vereinbarung über Gastspielverträge

 

Müssen Gastspielverträge mit den Theatern schriftlich abgefasst werden?

Immer wieder kommen Regisseur*innen zu mir und berichten, dass ein Gastspielvertrag seitens des Theaters im letzten Moment mit der Begründung nicht eingehalten werden, ein solcher bedürfe der Schriftform“ und eine mündliche Vereinbarung über eine Inszenierung allein sei nicht wirksam. Mit anderen Worten: Das Theater sagt eine gemeinsam geplante Inszenierung kurz vor Probenbeginn ab und möchte die (ggfs. anteilige) Vergütung an die Regisseur*innen umgehen. Diese haben den vereinbarten Zeitraum jedoch bereits für die Inszenierung reserviert und erhalten so kurzfristig in der Regel keinen neuen Auftrag mehr – die Spielpläne für die kommende Spielzeit stehen längst fest.

[…] „Vereinbarung über Gastspielverträge“