Sozialrecht

KSK, sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, Versorgungsanstalt der Deutschen Bühnen

VddB: Freiwillige Versicherung für Produktionsleiter_innen

 

Produktionsleiter_innen in der freien Theaterszene können sich im Rahmen einer Neuregelung der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen freiwillig versichern lassen. Eine Pflichtmitgliedschaft in der KSK ist hierfür nicht erforderlich. 

Der Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB) hat in seiner Verwaltungsratssitzung am 28. Oktober 2016 beschlossen, selbständigen Bühnenkünstler_innen der freien Tanz- und Theaterszene ab 1. Januar 2017 die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung einzuräumen. Damit folgt er dem Antrag des Geschäftsführers des Landesverbandes Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg, Alexander Opitz.

[…] „VddB: Freiwillige Versicherung für Produktionsleiter_innen“

Selbständigkeit / Unselbständigkeit bei der Vertragsgestaltung

 

Häufig finden sich in Verträgen Regelungen wie:

„Die Künstler_in ist für das Theater im selbständigen Mitarbeiterverhältnis tätig. Ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis ist nicht gewollt.“

Mit einer solchen Regelung wollen Spielstätten ausschließen, dass sie mit den Künstler_innen ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis begründen und deswegen verpflichtet sind, Sozialabgaben abzuführen. Häufig werden in diesem Zusammenhang auch Absprachen getroffen, dass keine Sozialabgaben abgeführt werden sollen. Tatsächlich sind aber solche Absichtserklärungen rechtlich irrelevant, also ohne Bedeutung.

[…] „Selbständigkeit / Unselbständigkeit bei der Vertragsgestaltung“

KSK und GbR-Beiträge

 

Müssen wir bei der Entnahme von Gewinnen aus unserer GbR KSK-Beiträge abführen?

Nein. Die KSK-Abgabe fällt regelmäßig dann an, wenn ein_e Künstler_in für jemand anderen tätig wird. Das ist bei den Gesellschafter_innen einer GbR aber grundsätzlich nicht der Fall. Die Gruppenmitglieder (Gesellschafter_innen) werden nicht für jemand anderen tätig. Anders kann das bei einem Verein oder einer GmbH zu beurteilen sein.

Siehe hierzu: Formular C0032 für ein Statusfeststellungsverfahren nach § 7a Abs. 1 Satz 1 SGB IV